Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der US Treuhand,
wie es sich gehört, wenn man auch mit dem Herzen in der oft nüchternen Geschäftswelt agiert, wünsche ich Ihnen, ebenso wie das gesamte Team der US Treuhand und der Estein USA, für das Jahr 2026 Gesundheit, Erfolg und Glück, ganz so, wie Sie es sich selbst wünschen. Wir freuen uns auf Sie in diesem Jahr, insbesondere auf interessante, inspirierende, freundliche und respektvolle Kontakte mit Ihnen, ob am Telefon, per Mail oder persönlich auf den Zusammenkünften unserer Branche.
Und weil ein gutes Jahr mehr ist als nur Agenda, Zahlen und Termine, lohnt ein Blick auf einen kleinen Marker im Kalender: Am letzten Freitag im Januar begehen die USA den „National Fun at Work Day“. In diesem Jahr fällt er auf den 30. Januar. Die Idee dahinter: den Arbeitsalltag bewusst mit positiven Momenten aufzulockern. Seine Ursprünge reichen bis in die 1990er Jahre zurück, als Unternehmen begannen, spielerische Elemente systematisch in den Büroalltag zu integrieren, um Teamgeist, Kreativität und Wohlbefinden zu fördern. Oft sind es die kleinen Dinge, ein spontanes Teamfrühstück, eine kurze Anerkennung, eine ungezwungene Pause, in der Kolleginnen und Kollegen gemeinsam lachen. Gerade in einem Umfeld, das Qualität und Wohlbefinden ernst nimmt, wie ein gut konzipiertes Class-A-Büro, entstehen solche Momente im besten Fall ohnehin häufiger, ganz ohne Aktionstag. Der 30. Januar erinnert schlicht daran, dass Arbeit auch Raum für Freude und ein respektvolles Miteinander sein kann, ohne große Inszenierung, aber mit spürbarem Effekt.
Und wenn wir schon bei „spürbarem Effekt“ sind: Wir hoffen, dass sich im Laufe dieses Jahres noch eine weitere Freude dazugesellt. Eine, die aus einem erfolgreichen Investment entsteht: aus einem neuen US-Immobilienfonds zum zweiten Quartal, mit der gewohnten und erfolgreichen Investitionsstrategie „Gemeinsam Investieren“. Auch die aus den letzten AIFa bekannten Anlagebedingungen werden übernommen. So erwarten wir von unserem Team in den USA den Erwerb einer sehr gut vermieteten Class-A-Büroimmobilie an einem wirtschaftlich prosperierenden Standort. Etwas anderes würden wir Ihnen auch nicht anbieten, denn wir werden selbst wieder hoch investiert sein und sind damit absolut vom Investment überzeugt.
Warum nun erneut „Büro“ in der besten Bau- und Ausstattungsqualität, also Class A? Was macht diesen Markt in diesem Jahr so spannend? Das beleuchten wir in unserer ersten Monthly-Ausgabe. Viele weitere gute Argumente werden folgen, in den kommenden Newslettern, in Webinaren, vor Ort und jederzeit gerne auch im persönlichen Austausch mit Ihnen.
Also: Worauf warten? Starten wir kraftvoll in ein hoffentlich für Ihre Kunden, für Sie und für uns gutes neues Geschäftsjahr.
Mit Blick auf das, was wir Ihnen als Investition sicher bald vorstellen können, verbleibe ich wie immer und besonders betont:
„Stay curious, stay tuned – und bye for now“!
Ihr
Thilo Borggreve
Kaum ein Markt wird in Europa derzeit so emotional diskutiert wie die USA. Donald Trump dient dabei oft als Projektionsfläche: für Irritation, Unsicherheit und politische Reizthemen. Für Investoren ist das nur bedingt hilfreich. Wer Kapital allokiert, sollte Schlagzeilen lesen können, sich von ihnen aber nicht leiten lassen. Denn politische Dramaturgie und ökonomische Realität verlaufen selten deckungsgleich. Besonders im Immobilienmarkt zählen nicht Tweets und Talkshows, sondern Standortqualität, Kapitalströme und strukturelle Nachfrage.
Trump: laut in der Inszenierung, begrenzt in der Wirkung
Donald Trumps Politikstil ist unorthodox, mitunter bewusst provokant. Angriffe auf Institutionen wie die Notenbank, eine konfrontative Handelspolitik und klare geopolitische Ansagen erzeugen Aufmerksamkeit – und Nervosität. Gleichzeitig greift hier ein oft unterschätzter Mechanismus: die institutionelle Trägheit der USA. Föderalismus, Gewaltenteilung und starke Bundesstaaten verteilen Macht bewusst. Präsident, Kongress, Gouverneure und Gerichte bilden ein System gegenseitiger Begrenzung. Das dämpft auch politische Ausschläge.
Ökonomisch stehen die USA vor bekannten Belastungen, allen voran der hohen Staatsverschuldung. Dem gegenüber stehen strukturelle Stärken: ein tief liquider Kapitalmarkt, eigene Rohstoffvorkommen, eine junge Demografie im internationalen Vergleich und eine ausgeprägte Innovationskultur. Diese Faktoren wirken nicht legislaturabhängig. Sie sind das stabile Fundament unter der oft lauten Oberfläche.
Immobilienmarkt: Korrektur statt Kollaps
Der US-Immobilienmarkt hat in den vergangenen Jahren eine schmerzhafte, aber notwendige Korrektur erlebt. Ursache war weniger Politik als Geldpolitik: der rasche Zinsanstieg traf Bewertungen unmittelbar. Inzwischen verdichten sich die Signale einer Bodenbildung. Preise haben sich angepasst, Transaktionen kehren selektiv zurück. Für Investoren entstehen damit Einstiegsfenster, die vor wenigen Jahren kaum vorstellbar waren. Hinzu kommt ein struktureller Treiber, der außerhalb der USA oft unterschätzt wird: die extreme Binnenmobilität. Unternehmen wie Arbeitskräfte reagieren schnell auf steuerliche, regulatorische und infrastrukturelle Anreize. Bundesstaaten mit moderaten Auflagen, wettbewerbsfähigen Steuern und bezahlbaren Lebenshaltungskosten profitieren seit Jahren von Zuzug. Wo Menschen hingehen, folgen Arbeitsplätze – und Immobiliennachfrage.
Büroimmobilien: kein Comeback für alles, aber für das Richtige
Das Bürosegment steht exemplarisch für die notwendige Differenzierung. Steigende Zinsen, Homeoffice und veränderte Arbeitsmodelle haben Werte unter Druck gesetzt. Gleichzeitig ist ein erheblicher Teil des Bestands funktional und energetisch überholt. Abriss oder Umnutzung sind oft realistischer als Sanierung. Neubauten bleiben rar. Gerade darin liegt die Chance. Hochwertige, nachhaltig konzipierte Büroimmobilien in wachstumsstarken Regionen treffen auf begrenztes Angebot und anspruchsvollere Nutzer. Für langfristig orientierte Investoren und Treuhandstrukturen entstehen damit stabile Cashflows, kombiniert mit realistischem Aufwertungspotenzial. Voraussetzung ist Konsequenz: bei Lage, Qualität und regionalem Wirtschaftsumfeld.
Fazit: Analyse schlägt Aufregung
Die politische Debatte um Donald Trump ist laut, zugespitzt und medial dankbar. Für Investitionsentscheidungen taugt sie nur begrenzt. Die USA bleiben ein Markt mit starken Fundamentaldaten, hoher Anpassungsfähigkeit und ausgeprägter regionaler Dynamik. Wer differenziert hinschaut und selektiv investiert, findet auch 2026 attraktive Perspektiven – insbesondere im Bürosegment. Nicht trotz der Schlagzeilen, sondern jenseits von ihnen
US-Büromarkt 2026: vom Korrekturmodus zur Neuordnung
Der US-Büromarkt wird 2026 kein spektakuläres Comeback feiern. Aber er verlässt den Ausnahmezustand. Nach Jahren sinkender Bewertungen, hoher Leerstände und zurückhaltender Nutzer zeigt sich ein neues Bild: weniger hektisch, weniger emotional – dafür klarer strukturiert. Aktuelle Marktstudien sprechen nicht von Rückkehr zur alten Normalität, sondern von einer Phase der Neuordnung.
Weniger Angebot, mehr Klarheit
Ein zentraler Befund des US Real Estate Market Outlook 2026 von CBRE: Der Angebotsdruck lässt nach. Neubauten bleiben die Ausnahme, gleichzeitig verschwinden Büroflächen dauerhaft aus dem Markt – durch Umnutzungen oder Abriss. Damit verengt sich das Angebot strukturell. Dieser Effekt wirkt unabhängig von Konjunkturzyklen und schafft erstmals seit Jahren wieder ein Gleichgewicht auf der Angebotsseite.
Nutzung statt Stillstand
Auch auf der Nachfrageseite verändert sich etwas. CoStar erwartet für 2026 wieder eine positive Flächenaufnahme. Keine breite Rückkehr ins Büro, aber eine klare Bewegung: Unternehmen entscheiden wieder, verlängern Verträge oder konzentrieren sich bewusst auf bessere Standorte. Gefragt sind funktionale, zeitgemäße Gebäude – nicht mehr Fläche, sondern die richtige.
„Class A“-Immobilien sind in dieser Neuordnung weniger eine Schublade als ein Leistungsversprechen. Gemeint sind Objekte, die wesentliche Anforderungen gleichzeitig erfüllen: Standortqualität mit tragfähiger Nachfrage, effiziente Gebäudeperformance mit planbaren Betriebs- und Instandhaltungskosten, technische Anpassungsfähigkeit für moderne Nutzung und eine Vermietbarkeit, die Erträge stabilisiert. Je selektiver der Markt wird, desto stärker wirkt dieser Qualitätsbegriff als Entscheidungskriterium für Nutzer und Kapital.
Finanzierung wird berechenbarer
Cushman & Wakefield verweist in seinen 2026-Prognosen auf eine schrittweise Normalisierung der Finanzierungsbedingungen. Sinkende Unsicherheit erleichtert Investitionsentscheidungen, auch wenn die Anforderungen an Wirtschaftlichkeit hoch bleiben. Das stärkt Objekte mit stabilen Mieterträgen und klarer Perspektive – weniger aus Hoffnung, mehr aus Nachvollziehbarkeit.
2026 als Prüfjahr
Was sich 2026 abzeichnet, ist kein Aufschwung für den gesamten Markt. Es ist eine Phase der Trennung. Zwischen zukunftsfähigen Standorten und solchen, die weiter unter Druck stehen. Zwischen Gebäuden mit Nutzungsperspektive und solchen ohne. Stabilität entsteht – aber selektiv. Wer diese Differenzierung ernst nimmt, findet im US-Büromarkt wieder belastbare Argumente. Nicht laut, aber tragfähig.
Neujahr in den USA – ein paar Besonderheiten
Die USA prägen nicht nur Märkte, sondern auch Rituale. Zum Jahresbeginn ein kurzer Blick auf den Jahreswechsel in den Vereinigten Staaten und auf einige Traditionen, die dort fest dazugehören, hierzulande aber weniger bekannt sind.
Starten wir mit typischen „Happenings“ rund um 0:00 Uhr: In den USA wird der Jahreswechsel meist mit großen Partys gefeiert – zu Hause, in Bars oder bei öffentlichen Events mit Countdown, lauter Musik, Konfetti und Sekt um Mitternacht. Ein echter Klassiker ist dabei der Moment am New Yorker Times Square, wenn punktgenau eine riesige beleuchtete Kugel („Ball Drop“) herabsinkt. Für viele fast schon Pflichtprogramm. Ebenfalls weit verbreitet ist der Mitternachtskuss: Wer um Mitternacht jemanden küsst, soll Glück in der Liebe fürs neue Jahr haben. Hollywood lässt grüßen!
Auch Feuerwerke gehören dazu, sind allerdings nicht überall so dominant wie etwa in Deutschland. In vielen Städten gibt es organisierte, offizielle Feuerwerke, während privat organisierte Feuerwerke je nach Bundesstaat stark eingeschränkt sein können. Klassische Glücksbräuche wie Bleigießen oder Glücksbringer à la Glücksschwein oder Schornsteinfeger sind in den USA dagegen kaum verbreitet. Der Fokus liegt hier stärker auf den persönlichen Vorsätzen.
Und wie sieht es mit dem Essen aus? Während in Deutschland Raclette oder Fondue fest zum Jahreswechsel gehören, gibt es in den USA kein landesweit typisches „Neujahrsgericht“. Im Süden sind „Black-eyed Peas“ verbreitet, ansonsten dominieren eher klassische Party-Snacks.
Die sogenannten „New Year’s Resolutions“ – mehr Sport, gesünder essen, Geld sparen oder weniger Stress – kennt man dies- und jenseits des Atlantiks gleichermaßen. Am Neujahrstag selbst stehen häufig „Football & Paraden“ auf dem Programm: zahlreiche College-Football-Spiele (z. B. die „Bowl Games“) oder die berühmte „Rose Parade“ in Pasadena, Kalifornien. Und natürlich gibt es auch viele, die den Tag ganz entspannt vor dem Fernseher verbringen.
Und wie wünscht man sich in den USA „Frohes Neues“?
Sehr unkompliziert und freundlich:
Etwas herzlicher / persönlicher
Locker / unter Freunden
Ja dann: cheers!