Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der US Treuhand,

wer in Deutschland an Dallas denkt, denkt an die Dallas Mavericks – und an Dirk Nowitzki. Über 20 Jahre bei einem einzigen Team. NBA-Champion. Einer der prägendsten Spieler seiner Generation und bis heute eine Ausnahmeerscheinung im internationalen Basketball. Kein ständiger Wechsel, kein lautes Drumherum, sondern Leistung, die sich über Jahre aufgebaut hat und am Ende genau dort ihren Höhepunkt hatte.

Diese Art von Entwicklung ist selten. Und sie passt erstaunlichgut zu dem, was man aktuell in Dallas selbst beobachten kann.

Die Region Dallas-Fort Worth steht gerade nicht für etwas, das sich Schritt für Schritt aufbaut und zunehmend an Gewicht gewinnt. Unternehmen kommen nicht zufällig hierher. Strukturen entstehen nicht über Nacht. Aber wenn sie einmal
da sind, greifen sie ineinander und erzeugen genau die Dynamik, die einen Standort langfristig trägt.

Genau an solchen Punkten schauen wir genauer hin.

Seit über 30 Jahren investieren wir in Märkte, die nicht nur wachsen, sondern funktionieren. Märkte, deren Entwicklung nachvollziehbar ist, weil sie auf stabilen Grundlagen aufbaut.
Daraus entstehen Investmentlösungen, die langfristig gedacht sind – und genau darauf zielen.

Der nächste Schritt ist bereits vorbereitet.

Stichwort UST XXVII Und weil Entwicklung immer auch von Menschen lebt, stellen wir Ihnen in dieser Ausgabe einen Kollegen vor, der bei uns gerade mit viel Energie und klarer Perspektive startet.

Dallas ist für viele ein bekanntes Bild.

Ein zweiter Blick lohnt sich.

Von daher kann ich nur empfehlen: Let’s take a closer look.


Ihr
Fabian Frenz

Dallas-Fort Worth baut die neue industrielle Mitte Amerikas

Dallas-Fort Worth baut die neue industrielle Mitte Amerikas

Wer unser Haus kennt, weiß: Wenn wir beginnen, uns einem Standort intensiver zu widmen, lohnt sich ein genauer Blick. Nicht, weil wir Entwicklungen kommentieren, sondern weil wir sie früh lesen. Dallas-Fort Worth (DFW) ist ein solcher Fall. Die Metropolregion gewinnt an Kontur, während sich die wirtschaftliche Landkarte der USA neu justiert. Wertschöpfung verlagert sich, industrielle Prozesse ordnen sich neu, und genau an diesen Schnittstellen entsteht derzeit eine Dynamik, die über den Moment hinausweist.

Industrie, die nicht verschwindet, sondern sich verwandelt

DFW steht für eine solide industrielle Basis. Luftfahrt und Verteidigung prägen den Standort seit Jahrzehnten und haben ein Umfeld geschaffen, das auf Verlässlichkeit und lange Zyklen ausgerichtet ist. Dass Unternehmen wie Lockheed Martin hier fest verankert sind, ist weniger Aushängeschild als logische Folge dieser Struktur. Interessant ist, wie sich diese Basis gerade weiterentwickelt. Industrie zeigt sich hier nicht mehr in klar abgrenzbaren Produktionsbildern. Fertigung wird spezialisierter, Abläufe greifen enger ineinander, technologische Anforderungen steigen spürbar.

Neue Produktionslogik jenseits der Küsten

Diese Entwicklung lässt sich konkret greifen. Texas positioniert sich gezielt als Standort für neue Chipfertigung und deren Zulieferstrukturen. Samsung baut in Taylor, östlich von Austin, eine der größten Halbleiterfabriken der USA. Denn: Solche Projekte funktionieren nur mit einem breiten Umfeld aus spezialisierten Zulieferern, Logistik und technischer Infrastruktur. Genau hier kommt DFW ins Spiel. Die Region entwickelt sich zum operativen Rückgrat dieser neuen Produktionslandschaft. Komponenten, Maschinen, Vorprodukte werden hier gebündelt, verteilt und weiterverarbeitet. So entstehen eng verzahnte Wertschöpfungsstrukturen, die auf Verfügbarkeit und Tempo ausgelegt sind. Daran zeigt sich, wie sich Industrie in den USA gerade neu organisiert: als Netzwerke, die nur dort funktionieren, wo sie skalieren können.

Distribution als strukturelle Stärke

Parallel dazu verschiebt sich die Rolle der Logistik. Was lange als nachgelagerte Funktion galt, wird zunehmend zur steuernden Größe. DFW spielt dabei eine zentrale Rolle. Unternehmen wie Amazon und Walmart betreiben hier großflächige Distributionszentren, von denen aus sich ein Großteil der US-Bevölkerung innerhalb von ein bis zwei Tagen erreichen lässt. Die Lage im Landesinneren wird damit zum operativen Vorteil: Wege verkürzen sich, Verfügbarkeit steigt. Infrastruktur und Abläufe greifen ineinander und formen einen Distributionsraum, der weit über die Region hinaus wirkt. Wer Warenströme in den USA organisiert, plant DFW mit ein.

Langfristigkeit als gemeinsamer Nenner

Auffällig ist, wie konsistent sich die Entwicklung zeigt. Ob Luftfahrt, Halbleiter oder Distribution – überall entstehen Strukturen, die auf Dauer ausgelegt sind. Keine kurzfristigen Ausschläge, sondern Systeme, die bleiben müssen, weil sie funktional notwendig sind. Genau daraus ergibt sich die eigentliche Qualität von DFW. Wertschöpfung wird hier nicht nur aufgebaut, sondern dauerhaft verankert. Für den Immobilienmarkt verändert das die Perspektive. Nachfrage entsteht aus Strukturen heraus, die kontinuierlich Raum benötigen, ihn nutzen und weiterentwickeln. Die Metropolregion wird damit zu einem Standort, der weniger von Zyklen getrieben ist als von Substanz.

Dallas Downtown verschiebt die Logik urbaner Nachfrage

Dallas Downtown verschiebt die Logik urbaner Nachfrage

Man kann sich Dallas von außen nähern. Oder man schaut dorthin, wo sich der Markt tatsächlich formt. Wir tun Letzteres. Denn die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob die Region wächst. Sondern wo sich dieses Wachstum in der Stadt niederschlägt. Und genau hier zeigt Dallas gerade eine Verschiebung, die so nicht selbstverständlich ist.

Vom Geschäftsviertel zum städtischen Gefüge

Der klassische Central Business District verliert seine harte Kontur, denn er beginnt, mehr zu können, als er ursprünglich sollte. Was einst funktional getrennt war, gerät in Bewegung. Wohnen rückt in Bürolagen, Gastronomie füllt die Zwischenräume, der Tag endet nicht mehr mit dem Büro. Die Nutzungen stehen greifen ineinander und erzeugen daraus Dynamik. Mixed-Use ist in Dallas kein planerisches Schlagwort, sondern entsteht aus Nachfrage. Aus veränderten Lebensmodellen und aus der Notwendigkeit, Flächen anders zu nutzen. Die Stadt folgt dabei keinem Idealbild. Sie entwickelt sich aus dem, was funktioniert. So entsteht quasi automatisch eine 24/7-Struktur.

Energie als Voraussetzung für Verdichtung

Diese Entwicklung hat ein Fundament, das alles trägt: die dauerhafte Verfügbarkeit von Energie. Rechenzentren kennen keinen Feierabend. Moderne Büros reagieren sensibel auf jede Schwankung. Und gemischt genutzte Quartiere leben gerade davon, dass ihre Systeme gleichzeitig laufen: morgens, mittags, abends, nachts. Ihr Bedarf ist nicht nur hoch, sondern unerbittlich konstant. Texas kann genau das liefern. Während andere Metropolregionen beginnen, Wachstum zu rationieren, weil die Netze an Grenzen stoßen, bleibt hier etwas erhalten, das andernorts bereits knapp geworden ist: Reserve. Spielraum. Geschwindigkeit. Energie wird so zum unsichtbaren Dirigenten der Stadtentwicklung. Sie entscheidet, ob etwas entsteht, wann und wie viel davon.
Wachstum folgt nicht mehr allein dem Plan, sondern vor allem der Frage, ob im Hintergrund genug Strom fließt, um ihn zu tragen.

Geschwindigkeit als Teil der Stadtlogik

Ein weiterer Unterschied zeigt sich in der Umsetzung. Projekte gelangen in Dallas deutlich schneller in den Markt. Während in vielen US-Metropolen Jahre zwischen Planung und Baubeginn liegen, entstehen hier neue Flächen oft innerhalb kurzer Zeiträume. Wie sich das auswirkt, lässt sich in Teilmärkten wie Uptown beobachten. Neue Büroflächen wurden dort wiederholt frühzeitig in den Markt gebracht. Oft in Phasen, in denen sich Nachfrage erst abzeichnete. Projekte wurden nicht zurückgehalten, sondern bewusst vorgezogen, um Marktbewegungen aufzunehmen. Das verändert die Logik. Geschwindigkeit ist hier Teil des Systems. Dallas wächst dadurch nicht entlang starrer Masterpläne. Die Stadt entwickelt sich im Zusammenspiel von Bedarf und Umsetzung – und genau daraus entsteht ihre Dynamik.

Eine neue Rolle im Gefüge der US-Metropolen

Aus dieser Konstellation entsteht ein Standort, der sich nicht länger einordnet, sondern absetzt. Dallas wächst aus der zweiten Reihe heraus und verbindet etwas, das andernorts auseinanderfällt: Dynamik und Verlässlichkeit. Für Unternehmen zählt hier nicht Vision, sondern Umsetzbarkeit. Für Fachkräfte entsteht ein urbanes Umfeld ohne die üblichen Zielkonflikte. Und Kapital trifft auf Strukturen, die Wachstum tatsächlich hervorbringen. Dallas positioniert sich damit neu im Kreis der großen US-Städte
– nicht als Kopie von New York City oder San Francisco, sondern als eigenständiges Modell. Weniger Inszenierung, mehr Substanz. Weniger Anspruch, mehr Ergebnis.

Hätten Sie es gewusst?

Unter den Straßen von Downtown Dallas erstreckt sich ein weit verzweigtes Tunnelnetz, das fast wie eine „zweite Stadt“ wirkt und Bürogebäude, Hotels, Parkhäuser sowie Shops verbindet. Das sogenannte „Dallas Pedestrian Network“ entstand ab Ende der 1960er Jahre. Sein Sinn und Zweck: den Menschen eine Chance zu geben, der texanischen Sommerhitze zu entkommen. Wer am Stadtrand parkte, konnte in klimatisierter Umgebung geschützt vor Sonneneinstrahlung von A nach B schlendern. Bis in die 1980er Jahre waren die unterirdischen Gänge lebendig: Restaurants, Cafés und kleine Geschäfte machten das Tunnelnetz zu einem eigenständigen Stadtteil. Heute sind viele Abschnitte still oder verlassen, während andere noch genutzt werden. Ein faszinierendes Stück Stadtgeschichte.

Dass der Umgang mit Hitze die Stadtplaner bereits Jahrzehnte früher beschäftigte, beweist die Tatsache, dass die Southern Methodist University bereits 1940 auf zentrale Kühlsysteme setzte, die ganze Gebäudegruppen mit gekühlter Luft versorgten. Dieses Prinzip hat sich über Jahrzehnte als praktischer erwiesen und bildet in modernisierter Form bis heute die Grundlage für komfortables Arbeiten und Einkaufen in Dallas’ Sommerhitze.

US Treuhand Inside

Neu im Team: Simon Schmidt verstärkt die US Treuhand

Mit Simon Schmidt gewinnt die US Treuhand einen Kollegen mit Fokus auf Marktzugang und strategische Weiterentwicklung.

Simon Schmidt kommt aus der Praxis: Er startete als zugelassener Versicherungs- und Finanzanlagenvermittler (§ 34d / § 34f GewO), beriet Kunden zu Absicherung, Vermögensaufbau und Kapitalanlage und baute eigene Teams auf. Anschließend wechselte er zu Fisher Investments, wo er vermögende Privatkunden und institutionelle Investoren betreute und früh für seine Ergebnisse ausgezeichnet wurde. Zuletzt war er bei portagon tätig, einer Plattform für Private-Market-Investments, wo er ein Netzwerk aus Banken, Vermögensverwaltern und Finanzberatern aufbaute und Intermediäre dabei unterstützte, komplexe Investmentlösungen in bestehende Beratungsprozesse zu integrieren.

Bei der US Treuhand wird Herr Schmidt die strukturelle Weiterentwicklung der Vertriebspartnerbasis und des Unternehmens verantworten

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